Logo small magazine

Willkommen, Baby! - Nähen für Babys Teil 2

Nachdem wir euch im ersten Teil der Willkommen, Baby!-Reihe schon allerhand Nützliches und Schönes, was man für neue Erdenbürger nähen kann, vorgestellt haben, widmen wir uns nun im zweiten Teil der Babykleidung. Wer Kinder hat, weiß, dass Babys erschreckend viel Kleidung benötigen: Mal hält die Windel nicht dicht, die Milch kommt retour, und hat man erst einmal mit der Beikost begonnen, zieren schon bald nette Karotten- und Spinatflecken leider nicht nur die Lätzchen. Erschwerend kommt hinzu, dass Babys im ersten Lebensjahr am meisten wachsen und dadurch gleich mehrere Kleidergrößen durchlaufen. Der Bedarf ist also entsprechend groß - aber Gott sei Dank lassen sich so kleine Kleidungsstücke mit wenig Material relativ schnell nähen.

Die Must-Haves: Body und Strampler

Der Grundstock der Babygarderobe bildet der Body. Für die ersten Lebenswochen empfiehlt es sich, auf ein Modell zum Wickeln zurückzugreifen, da es sich leichter anziehen lässt als ein Body, der über den Kopf gezogen wird. Bewährt hat sich hier der Wickelbody von klimperklein, der sowohl mit langen als auch mit kurzen Ärmeln angefertigt werden kann. Ist das Baby schon etwas größer, kann man auf normale Bodys umsteigen, wie zum Beispiel der sehr beliebte Regenbogenbody, den es kostenlos von Schnabelina gibt. Man kann ihn wahlweise auch mit amerikanischem Ausschnitt nähen, der das An- und Ausziehen erleichtert. Für kleine Mädchen ist das Bodykleid Luisa, was auch aus der Feder von Schnabelina stammt, eine süße Alternative.

Gerade wenn Babys noch viel liegen, sind Strampler sehr praktisch: Kein Bauchbündchen kann drücken! Strampelienchen von Pom & Pino ist ein süßer Vertreter dieser Spezies, der durch die Teilung am Latz dazu einlädt, Stoffe zu kombinieren oder eine Rüsche einzuarbeiten. Die Strampelhose Mikey 2.0, ein kostenloses Schnittmuster von Le-Kimi, überzeugt durch die Knopfleiste im Schritt - so braucht man den Strampler nicht komplett ausziehen, wenn man die Windel wechselt. Mit dem Wickelstrampler Aveline von Lilikidz ist das Baby von Kopf bis Fuss eingekleidet, denn neben langen Ärmeln verfügt der Strampler auch über Füßchen.

Schöne Oberteile und bequeme Hosen

Babykleidung muss vor allen Dingen bequem sein. Pumphosen erfreuen sich nicht nur deshalb großer Beliebtheit, sondern auch, weil sie mitwachsen. Die Frida 2.0 vom Milchmonster kann wahlweise aus Web- oder Maschenware genäht werden und ist somit ein guter Begleiter durch alle Jahreszeiten. Boppi von Annas Country, die schon ab Größe 50 genäht werden kann, verfügt über lange Beinbündchen, die ein Mitwachsen über einen längeren Zeitraum ermöglichen. Die Monkey Pants von Kid5 fallen durch den kreisförmigen Einsatz am Po auf, der dazu einlädt, mit schönen Stoffen besondere Akzente zu setzen. Das besondere Extra hat auch Karlchen Knopf von KonfettiPatterns: Die Pumphose, die sowohl aus Webware als auch aus elastischen Stoffen angefertigt werden kann, fällt durch ihre Kellerfalte und die Knöpfe auf. Als Knickerbocker wächst auch sie besonders gut mit. Wenn das Baby noch sehr klein ist, ist die Checkerhose von klimperklein eine gute Wahl, denn das Schnittmuster beginnt schon bei Größe 44. Durch Hosentaschen und angedeutete Knopfleisten kann man der Hose eine individuelle Note verleihen.

Bei der Wahl der Oberteile sollte man darauf achten, dass man sie gut an- und ausziehen kann, denn Babys mögen es meist nicht, wenn ihnen enge Ausschnitte über den Kopf gezogen werden. Beim Basicpulli Mini von Lotte & Ludwig ist dieses Problem durch zwei seitliche Knopfleisten elegant gelöst. Das Schnittmuster ist in den Größen 50 bis 74 kostenlos erhältlich. Das Babyshirt Pilvi von Näähglück - by Sophie Kääriäinen bietet neben einer seitlichen Knopfleiste noch eine Eingrifftasche. Klassische Polokragen eignen sich mit ihrer mittigen Knopfleiste auch bestens für Babys. Das Poloshirt Kim von heidimade ist sogar als Freebook kostenlos verfügbar. Wer nicht gerne mit Knöpfen hantiert, findet in Shirts mit amerikanischen Ausschnitten eine gute Alternative. Little Ophelia von mialuna, der ab Größe 50 und sowohl als E-Book, als auch in Papierform erhältlich ist, kann wahlweise als Shirt oder für kleine Mädchen als Kleid genäht werden.

Ein Rundum-Sorglos-Paket bekommt man mit dem Minibasics von Farbenmix: Der Papierschnitt beinhaltet Hose, Body und Shirt. Noch umfangreicher ist Erbsündes Novo, denn dieses E-Book beinhaltet gleich neun Erstlings-Schnittmuster.

Gut geschützt bei Wind und Wetter

Wenn man in den kalten Monaten mit dem Baby an die frische Luft will, muss es natürlich gut gegen Kälte geschützt sein. Dazu eignen sich sich Overalls sehr gut. Frederik von Wetterhexchen kann aus Web- oder Maschenware genäht und gefüttert werden, so dass man ihn durch die Materialwahl dem jeweiligen Wetter anpassen kann. Leo von Fadenkäfer wird mit einem Reißverschluss verschlossen, somit hat kalter Wind keine Chance. Wenn das Kind noch nicht läuft, kann man Schuhe auch gut selber nähen - zum Beispiel den Baby Boot Bobby von I'm sew happy! Die Stiefelchen von klimperklein lassen sich sogar aus Leder anfertigen. Um den Kopf optimal zu schützen, geht kein Weg an Schlupfmützen vorbei. Mit der Katzenohrenmütze von der Erbsenprinzessin hat man ein ganz besonders niedliches Exemplar, das die lieben Kleinen mit Sicherheit sehr gerne anziehen werden. Eine Alternative zu Schlupfmützen ist die Ohrenklappenmütze von Schnabelina, bei der ein Band verhindert, dass sie verrutscht oder ausgezogen wird. Wie alle Schnittmuster von Schnabelina ist auch dieses kostenlos erhältlich.

Wir hoffen, dass wir euch mit diesem Artikel gute Anregungen für eine winterliche Babygarderobe geben konnten. Sobald die Temperaturen steigen, wird es eine Fortsetzung der Willkommen, Baby!-Reihe mit sommerlichen Schnittmustern geben smiley